Core Connexion Zentrierung – die Präsenz
Zentrierung, Präsenz und kreativer Ausdruck
Wie können wir zentriert und gleichzeitig lebendig gegenwärtig sein? Wie können wir auch in herausfordernden Zeiten mit unserer Mitte verbunden bleiben – und aus ihr heraus unser Leben kreativ gestalten?
Zentrierung ist ein wesentlicher Bestandteil der Core Connexion Praxis. Sich zu zentrieren bedeutet, die eigene Mitte zu erfahren: bei sich anzukommen, sich auszurichten und mit dem eigenen inneren Kern in Verbindung zu sein.
Diese Mitte verstehen wir sowohl körperlich als auch als einen Ort inneren Wissens. Sie ist ein Bezugspunkt, zu dem wir immer wieder zurückkehren können – ein Ort von Präsenz, Klarheit, Lebendigkeit und innerer Ausrichtung.
Der Körper als Kompass
Auf diesem Übungsweg ist der Körper unser Instrument, unser Gefährt und unser Kompass – und zugleich ein Lagerhaus unserer Erfahrungen und Ressourcen.
Über Körperwahrnehmung, Atem, Bewegung und spezifische Gesten lernen wir, unsere Aufmerksamkeit bewusst auszurichten und uns mit unserem Core zu verbinden. Jeder Atemzug kann dabei zu einer Brücke in die Gegenwart werden.
Die Core Connexion Centering-Bewegungssequenz lädt unterschiedliche Qualitäten von Zentrierung, Erdung, Ausrichtung und Präsenz ein. Dabei beziehen wir auch unsere drei Zentren – Bauch, Herz und Kopf – mit ein.
Wie fühlt es sich an, aus dem Bauch heraus zu wissen, mit dem Herzen wahrzunehmen und mit dem Kopf klar und wach zu sein? Was geschieht, wenn diese unterschiedlichen Formen unserer Intelligenz miteinander in Beziehung treten?
Eine lebendige Mitte
Zentrierung bedeutet nicht, immer ruhig, ausgeglichen oder unbeweglich zu sein.
Eine lebendige Mitte erlaubt uns, uns zu bewegen, zu improvisieren, unsere Gefühle wahrzunehmen und auf das Unerwartete zu antworten, ohne dabei die Verbindung zu uns selbst zu verlieren.
Gerade wenn wir unter Druck geraten, können vertraute Stressmuster schnell übernehmen: kämpfen, fliehen, erstarren oder uns zurückziehen. In der Zentrierung üben wir, diese Reaktionen wahrzunehmen und unsere Aufmerksamkeit wieder zu Körper, Atem und Mitte zurückzubringen.
So entsteht mit der Zeit eine verkörperte Landkarte: Wir lernen immer besser, wie wir zu einem zentrierten und offenen Zustand zurückfinden und uns wieder mit unseren Ressourcen verbinden können.
Wir stärken damit unsere Fähigkeit zu Präsenz, Klarheit, Mitgefühl und Resilienz – nicht nur für uns selbst, sondern auch in unseren Beziehungen und in unserem Leben in Gemeinschaft.
Zentrierung und kreativer Ausdruck
Zentrierung ist für uns kein Rückzug aus dem Leben. Sie schafft vielmehr einen Boden, von dem aus wir dem Leben begegnen können.
Wenn wir nicht ausschließlich aus gewohnten Mustern reagieren müssen, entsteht Raum für etwas Neues. Wir können lauschen, improvisieren und andere Möglichkeiten entdecken.
Deshalb verbinden wir die Zentrierung in Core Connexion mit Tanz, somatischer Bewegung und kreativem Ausdruck. Bewegung wird zu einer Sprache jenseits von Worten und kann eine Brücke zwischen Körper, Herz und Verstand, zwischen uns selbst und anderen bilden.
Wir erfahren unsere Mitte nicht als einen festen Punkt, sondern als eine lebendige Beziehung: zu unserem Körper, zu unseren Ressourcen, zu anderen Menschen und zu dem, was gerade entsteht.
Aus der Mitte heraus können wir uns bewegen.
Aus der Mitte heraus können wir in Beziehung treten.
Aus der Mitte heraus können wir kreativ werden.
So wird Zentrierung zu einer Praxis für das Leben: immer wieder bei uns anzukommen, uns neu auszurichten und von dort aus bewusst und lebendig am Leben teilzunehmen.
Thich Nhat Hanh würde sagen: Du wässerst die Samen der liebenden Güte, der Präsenz und der Kreativität.
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